Tipp: Realrestitution

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Tipp: Realrestitution

Sachverhalt

  • Kein Vermögensverwaltungsvertrag
  • Bank verkauft Titel eines Klienten ohne Auftrag
  • Grund: unsorgfältiger oder ungetreuer Bankmitarbeiter

Lösungsansatz: Realrestitution

  • Ablauf
    • Die Bank legt die Titel der gleichen Gesellschaft in gleicher Anzahl wieder ins Depot des geschädigten Klienten.
    • Die Bank storniert die Wertpapier-Erlös-Gutschrift auf dem Konto des Klienten.
  • Titelverkauf
    • Auftrag bereits erteilt gewesen
      • zum Verkaufskurs gutgeschrieben, den die Titel hatten, als der Klient einen Verkaufsauftrag „alles verkaufen“ erteilte, ohne zu wissen, dass der ungetreue Bankmitarbeiter bereits einen Teil der Titel verkauft hatte
      • erneuter Verkauf zum Kurs des ehemals, im Anschluss den unerlaubten Verkauf erteilten Auftrags
    • Klient hat keinen Verkaufsauftrag erteilt
      • Verkauf zum Zeitpunkt, den der Klient festlegt.
      • Der Klient trägt wieder das volle Ueberwachungs- und Entscheidungsrisiko.
  • Zweckmässigkeit
    • Die Realrestitution macht wirtschaftlich nur Sinn, wenn bei Ziff. 3/b/i/1 oder bei Ziff. 3/b/ii der Titelkurs höher ist als zum Zeitpunkt des Banken-Verkaufs ohne Auftrag
  • Begründung
    • Banken führen Nostro-Positionen (Titel im eigenen Depot)
    • Den Banken fällt es daher leichter, solche Titel zG des geschädigten Klienten einzuwerfen als Schadenersatzzahlungen zu leisten (administrative und wirtschaftliche Gründe: Die Realrestitution kann eine niedrigere Bankenhierarchie entscheiden als Schadenersatz-Zahlungen; zudem werden Schadenersatzzahlungen zur Vermeidung von Präjudizien nur ungern geleistet).
  • Lösung nur im Einigungsfall
    • Die Lösung bedarf der Einigung von Bank und Bankkunde!
    • Ohne Einigung ist der Klient ggf. auf den Prozessweg verwiesen.
  • Weiterführende Informationen

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